Wilde Vielfalt im Garten - Vielfältige Tierwelt im Botanischen Garten
Mit Dr. Carsten Renker vom Naturhistorischen Museum Mainz
Der Botanische Garten der Johannes Gutenberg-Universität ist eine Oase der Artenvielfalt – nicht nur für heimische Pflanzen. Auch zahlreiche spezialisierte Tierarten haben hier Lebensräume gefunden und sind oft auf bestimmte Pflanzen oder besondere Biotope angewiesen. So lebt im „Kleinen Mainzer Sand“ des Gartens die stark gefährdete Quendelschnecke. An den unterschiedlich großen Teichen und Wasserbecken wurden zudem 20 Libellenarten nachgewiesen, darunter das Kleine Granatauge sowie der aus Südeuropa eingewanderte Südliche Blaupfeil. Zu den bemerkenswerten Spinnenarten zählt der Große Ameisenspringer, der in Deutschland ausschließlich entlang des Oberrheins vorkommt. Besonders beeindruckend ist auch die Vielfalt der Wildbienen: Im Botanischen Garten sind 181 Arten dokumentiert – etwa ein Drittel aller in Deutschland bekannten Arten. Zu den neu eingewanderten Grabwespen gehört der aus Nord- und Mittelamerika stammende Stahlblaue Grillenjäger, der 1998 erstmals in Deutschland nachgewiesen wurde. Er trägt durch einen Stich gelähmte Heuschrecken als Nahrung für seine Larven in die Brutzellen ein.
Auch die auffälligeren Vertreter der heimischen Tierwelt sind im Botanischen Garten zahlreich vertreten: Knapp 50 Vogelarten wurden hier beobachtet, darunter der Halsbandsittich als charakteristischer Brutvogel.
Veranstaltungsort
Veranstalter
Preise
Weiterführende Links
Hinweis
Die Landeshauptstadt Mainz übernimmt keine Gewähr dafür, dass die im Veranstaltungskalender auf www.mainz.de aufgeführten Veranstaltungen wie angekündigt stattfinden. Bitte informieren Sie sich beim jeweiligen Veranstalter über eventuelle Absagen oder Terminverschiebungen.
