Treffpunkt im Dommuseum
Podiumsdiskussion: Erfahrungswissen, Materialverständnis und Gestaltungskraft Zwischen Handwerk, Design und Denkmalpflege
Wie fühlt sich ein Stein unter dem Werkzeug an? Wann ist eine Form gelungen? Und woran erkennt man, dass ein Material "mitarbeitet"? Solche Erfahrungen lassen sich nur schwer aus Büchern lernen. Sie entstehen im Tun - auf der Baustelle, in der Werkstatt und im direkten Umgang mit Material. Dieses Erfahrungswissen ist seit jeher ein wesentlicher Bestandteil handwerklicher und gestaltender Arbeit. Es wächst mit der Praxis: durch Beobachten, Ausprobieren, Wiederholen und Korrigieren. Es entsteht durch die Hände, die Augen und unsere Sinne. Vieles davon lässt sich nur schwer in Regeln oder Anleitungen übersetzen. Weitergegeben wird dieses Wissen informell - durch gemeinsames Arbeiten, Zuschauen, Nachahmen und eigene Erfahrung.
Darüber diskutieren Dr. Anja Lempges und Dr. Sonja Petersen im Dom- und Diözesanmuseum Mainz mit Prof. Dr. Markus Holzbach, Professor für Materialdesign an der Hochschule für Gestaltung Offenbach a.M., Architekt, Werkstoff- und Verfahrensingenieur sowie Formenbauer, Jennifer Schrauth, Steinmetz- und Bildhauermeisterin und gep. Restauratorin im Steinmetzhandwerk im Bistum Mainz, und Prof. Dr. Christiane Fülscher, Professorin für Architekturgeschichte, Architekturtheorie und Denkmalpflege an der Fachhochschule Dortmund und Prodekanin am Fachbereich Architektur. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Wissen im Tun entsteht - und warum Erfahrungswissen und Erfindergeist für die Zukunft von Handwerk, Gestaltung und Baukultur unverzichtbar ist.
Der Eintritt ist kostenlos. Spenden sind willkommen. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail unter: info@dommuseum-mainz.de
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